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Hanna Heidbüchel erhielt das Reitabzeichen Kl. II in Silber

7. Mai 2012 Autor: Helge Siems

22 Reiterinnen Reiterinnen des Gestüt Hof Grömitz, der Ostseereitschule Lütt Piergorn, Gruberhagen und dem Reiterhof Holz, Kellenhusen absolvierten kürzlich in Kellenhusen einen Sonderlehrgang unter der Leitung von Rolf-Heinrich Haar. Abgenommen wurden das Deutsche Reitabzeichen in Silber und Bronze, das Deutsche Longierabzeichen in Bronze, den Deutschen Reitpass sowie den Basispass Pferdekunde ab. Erstmalig wurden auch Trainerassistenten ausgebildet.

Die 16jährige Hanna Heidbüchel von der Ostseereitschule erhielt das Reitabzeichen Kl. II in Silber.

Bildungsauftrag Bauernhofurlaub

15. Februar 2012 Autor: Helge Siems

“Mama, gell, und das Schwein legt das Schnitzel”. Wer kennt sie nicht, die Witze darüber, dass die Kinder dächten, Kühe seien lila und die Milch sei ein synthetisches Produkt. Über beide Punkte kann man vortrefflich streiten. Natürlich gibt es lila Kühe, “das hab ich im Fernsehen gesehen”, da muss es ja ebenso stimmen wie vieles andere was womöglich auch als Wahrheit “verkauft” wird. Und die homogenisierte Milch aus der Tüte hat nach Ansicht vieler nicht mehr viel mit dem eigentlichen Naturprodukt zu tun. So weit möchte ich aber garnicht gehen. Fakt ist: uns Menschen geht das Wissen um natürliche Zusammenhänge verloren. Unabhängig davon, ob wir auf dem Land oder in der Stadt wohnen.

Das Schwein legt das Schnitzel von Ulrike Klaus

Hier kann Bauernhofurlaub mit einem Bildungsauftrag ansetzen. In diese Richtung wird auf vielen Höfen auch mit politischer Unterstützung gearbeitet. Es gibt Qualifikationen zum Thema Bauernhofpädagogik, Förderung für landwirtschaftliche Demonstrationsbetriebe, Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Schulen und regelmäßige Tage des offenen Hofes.

Ein wichtiges Motiv für Bauernhofurlaub ist die Suche nach Authentizität. Dieser Punkt sollte es wert sein, genauer betrachtet zu werden. Was genau verbirgt sich hinter diesem Wunsch? Geht es darum, bei einem Bauernhofurlaub die eigenen Vorurteile vom vermeintlich idyllischen Landleben bestätigt zu bekommen oder darum wirklich etwas neues zu lernen?

Bleiben wir bei dem Beispiel aus der Illustration (von Ulrike Klaus), die übrigens für ein Buch aus dem Kindermundverlag mit zahlreichen ähnlichen Kindersprüchen entstanden ist (an dieser Stelle herzlichen Dank für die Nutzungsrechte). Jeder weiss natürlich hoffentlich, dass Schnitzel nicht von den Schweinen gelegt werden. Aber wie kommt das Schnitzel dann auf den Teller? Es ist noch nicht lange her, da war auch das Schlachten in Deutschland ein Fest. Es war etwas besonderes ein Tier zu schlachten und dann mit Respekt möglichst viel von diesem Tier zu verwerten. Heute wird das Schlachten immer mehr bürokratisiert und in abgeschlossene, streng kontrollierte Schlachthöfe verbannt. Und die Nachfrage konzentriert sich immer mehr auf das vermeintlich “Beste” vom Tier und es gibt zunehmend Vermarktungsschwierigkeiten für alles, was nicht Schnitzel oder Filet heißt.

Muss hier ein neues Selbstbewußtsein der Bauern entstehen? Sollen wir zurück zur Tierhaltung, in der das Schlachten nicht versteckt hinter den Mauern der Schlachterei stattfindet? Oder wäre das zu viel der Authentizität beim Bauernhofurlaub und bleiben wir lieber bei dem “Wissen”, dass das Fleisch aus der Steckdose kommt?

Nachtrag: zur Verdeutlichung weise ich darauf hin, dass ich nicht für Fleischkonsum werbe. Im Vordergrund soll das Bewußtsein stehen. Aber, lieber Vegetarier: Milch kann eine Kuh nur geben wenn sie ein Kalb bekommt und auch Leder ist kein Kunstprodukt. Und an alle Fleischesser: ein Schwein besteht nicht nur aus Filet und Schnitzel sondern aus vielen anderen Teilen.

Kostruktive Kommentare sind wie immer gern gesehen.

Frisches vom Bauernhof

9. Februar 2012 Autor: Helge Siems

Ein Bauernhof ist ein sehr schöner Ort zum Urlaub machen, gerade wenn Kinder mit dabei sind. Man genießt nicht nur die Erholung, sondern kommt auch in Kontakt mit der Umwelt und Tieren. Das gefällt besonders Kindern und ist für Stadtmenschen eine bereichernde Erfahrung. Hauptsächlich aber wird ein Bauernhof zur Tier- und Pflanzenzucht genutzt. Die entstehenden Produkte werden oftmals auch direkt vom Erzeuger in sogenannten Hofläden verkauft. Statt frisches Obst und Gemüse vom Bauern zu kaufen, erledigen die meisten “Stadtmenschen” dies im Supermarkt um die Ecke. Dabei muss man heutzutage nicht mal mehr aufs Land rausfahren, sondern kann sich all die gesunden und leckeren Dinge auch über das Internet in seine heimische Großstadt wie Berlin oder Hamburg liefern lassen.

Pflanzliches und Tierisches vom Bauern

Die Bauern, die einen Hofladen betreiben, verkaufen dort sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte. Das Angebot richtet sich danach, ob der jeweilige Bauernhof Acker- und Pflanzenbau betreibt oder Tiere züchtet. Oft betreiben die Bauern beides, zumindest in begrenztem Umfang. So halten viele Landwirte Hühner und verkaufen deren Eier auch in ihrem Hofladen. Milchprodukte wie Käse oder frische Milch, selbstgemachte Marmeladen von den eigenen Obstbäumen oder selbstgebackenes Brot sind ebenfalls beliebte Produkte in solchen Hofläden. Oft gibt es in Hofläden auch das volle Sortiment an Handelswaren, die man aus dem heimischen Lebensmittelhandel kennt.

Der “gefühlte” Trend geht zur verstärkten Nachfrage nach sogenannten Bio-Produkten. Allerdings ist Bio nicht gleich Bio. Der Aufwand für den Bauern unterscheidet sich entsprechend der verschiedenen Richtlinien, die sich auch je nach Verband unterscheiden. Zugunsten des Verzichts auf z.B. synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und der langfristigen Effekte für die Böden und das Grundwasser wird kurzfristig ein geringerer Ertrag pro Fläche erbracht. Das ist der Grund, weshalb ökologisch erzeugte Produkte in der Regel etwas teurer sind als “konventionell” erzeugte. Dies leuchtet vielen Verbrauchern ein, weshalb sie bereit sind den entsprechend höheren Preis zu zahlen.

Geschenke vom Bauernhof

Aber nicht nur zum Essen kann man sich vom Bauernhof bestellen. Einige spezialisierte Höfe bieten besondere Geschenke an, wie beispielsweise graviertes Obst. Dabei kann man Sprüche, Bilder oder Wünsche direkt in das Obst gravieren lassen. Was sich erst mal seltsam anhört, ist bei näherem Hinsehen aber eine witzige Abwechslung gegenüber normalen Geschenken.

Urlaub mit Kindern

9. Januar 2012 Autor: Helge Siems

Bauernhofurlaub ist häufig auch Urlaub mit Kindern. Wie so häufig gibt es auch hier ganz unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse. Es wird im folgenden versucht, die unterschiedlichen touristischen Motive für einen Urlaub mit Kindern darzustellen. Klar sollte sein, dass nicht jedes Motiv isoliert betrachtet werden kann. In der Praxis vermischen sich natürlich Ziele oder stehen (gleichberechtigt) nebeneinander.

Interessant ist vor allem, dass die gleiche Zielgruppe “Familien mit Kindern” komplett entgegengesetzte Vorstellungen haben kann. Es spielt dabei in der Gesamtbetrachtung keine Rolle ob es sich bei den Erwachsenen, die mit den Kindern verreisen um Eltern, Großeltern oder Lehrer bzw. Gruppenleiter handelt.

Die Darstellung der Vorstellungen und Bedürfnisse dient als Denkansatz. Gedacht ist sie für touristische Leistungsträger, die ihr Angebot optimieren und gezielter ausrichten möchten. Die Darstellung ist mit Sicherheit nicht vollständig oder rumdherum schlüssig. Die Kommentarfunktion steht gerne für Ergänzungen, Anmerkungen und Diskussionsbeiträge offen.

Mögliche Motivation für einen Urlaub mit Kindern

  • Etwas gemeinsam mit den Kindern erleben oder diese gut betreut zu wissen (und selbst “seine Ruhe” haben)
  • den Kindern Luxus bieten oder den Kindern Bescheidenheit (des Landlebens) vermitteln
  • Reisen mit Kindern, die man selten sieht oder mit Kindern, die man täglich sieht
  • Urlaub mit Kleinkindern oder Urlaub mit großen Kindern
  • mit Kindern neues entdecken oder vertrautes erleben (allgemeines Reisemotiv)
  • mit Kindern aus der Familie verreisen oder als Gruppenleiter mit Kindern, die nicht zur Familie gehören
  • Entscheidung für den Ort treffen die Erwachsenen oder treffen die Kinder

Reiterferien Sylvester 2011

24. November 2011 Autor: Helge Siems

Auf der Ostseereitschule in Gruberhagen (Ostseeheilbad Dahme) wartet auf Reiter und Reiterinnen zwischen 8 und 17 Jahren ein abwechslungsreiches Programm. 3x täglich Reiten, kleine Pferdeshow mit Zirkusnummern, Silvesterparty und Neujahrsritt.

Die Kinder wohnen in freundlichen 6 Bett-Zimmern mit DU/WC. Anreise ist am 27.12.2011 (14 bis 16 Uhr), die Reiterferien dauern bis zum 03.01.2012 vormittags. Die Reiterferienwoche kostet pro Person inklusive Vollpension (4 Mahlzeiten inkl. Getränke) 295 EURO.

Jeder Teilnehmer erhält außerdem eines der beliebten Swetshirts der Ostseereitschule gratis dazu.

Buchungen und Informationen gibt es bei der Ostseereitschule

Alternative zum Laubsauger

20. November 2011 Autor: Helge Siems

Jetzt im goldenen Herbst ist auch wieder die Saison der Laubsauger und Laubpuster. Diese Geräte machen einen ziemlichen Krach und stehen daher grundsätzlich im Widerspruch zu der Erholung, die ein Spaziergänger eigentlich in einer Parkanlage sucht. Leider scheinen zunehmend auch Privatgärtner auf die Idee zu kommen, dass ein Laubsauger eine sinnvolle Anschaffung ist und das Leben erleichtert. Das Leben kann man sich (wenn auch zulasten des Verhältnisses zur Nachbarschaft und auch Feriengästen) sicherlich mit einem Laubsauger leichter machen. Aber es gibt auch

Alternativen zum Laubsauger

Ein Alternative zum Laubsauger und trotzdem extrem arbeitssparend gegenüber dem Besen für das Laubharken auf Wegen, Terrassen und befestigten Hofflächen ist eine Kehrmaschine. Diese gibt es schon für unter 100 EURO zum Beispiel von Kärcher oder in einer anderen Qualität von Nilfisk-ALTO. Andere Hersteller von Kehrmaschinen sind zum Beispiel Kränzle oder Stolzenberg. Bei Stolzenberg ist interessant, dass sie eine optimale Kehrmaschine für kleine Flächen sogar verschenken!

Eine Kehrmaschine hat noch den positiven Effekt, dass sie “Unkraut” in Fugen des Pflasters zurückhält und damit gleich einen weiteren Auswuchs des Marketing überflüssig macht: den Gasbrenner. ;)

Gründe dafür keinen Laubsauger zu verwenden

  • Ein Laubsauger verursacht Windgeschwindigkeiten von fast 200 km/h und hat damit einen immensen Einfluss auf Käfer, Insekten etc., die am Boden leben und durch ihr Dasein maßgeblich für eine Verbesserung der Bodenqualität sorgen. Man schneidet sich als Gartenbesitzer also gewissermaßen ins eigene Fleisch, wenn man einen Laubsauger verwendet.
  • Der erfahrene Gärtner und Autor Heinrich Leumer geht sogar so weit zu sagen: “Laubharken ist Läusebestellung
  • Laubsauger machen Lärm und verschlechtern dadurch das Verhältnis zu Ihren Nachbarn und Feriengästen
  • es gibt Alternativen zum Laubsauger (siehe oben)
  • Laubsauger haben Betriebskosten und verbrauchen (knappes?) Benzin
  • zu guter letzt: es gibt eigentlich keinen Grund Laub von Grünflächen oder aus Beeten zu entfernen abgesehen von einer vielleicht zweifelhaften Vorstellung von einem gepflegten Garten
  • Weitere Informationen zu Laubsaugern gibt es beim NABU

    Herbstmarkt Molfsee

    17. Oktober 2011 Autor: Helge Siems

    Was im Sommer zum Beispiel das Klosterfest in Cismar (immer am zweiten Wochenende im August) ist, ist im Herbst zum Beispiel der Herbstmarkt im Freilichtmuseum Molfsee. Als Parallele haben die beiden Märkte (sicherlich neben anderen Märkten an der Ostsee auch), dass es keine billige Industrieware (zu teuren Preisen) zu kaufen gibt sondern hochwertige Sachen, die häufig von den Händlern selbst gefertigt werden. Die Atmosphäre des Museums wertet die Stände zusätzlich auf.

    Das schleswig-holsteinische Freilichtmuseum in Molfsee bei Kiel ist eine beeindruckende Sammlung historischer Gebäude aus allen Teilen Schleswig-Holsteins. Auf gut 60 Hektar Fläche stehen 70 Gebäude, die zum Großteil auch authentisch eingerichtet sind. In verschiedenen Häusern sind verschiedene Einzelsammlungen wie historisches Spielzeug, landwirtschaftliche Geräte oder eine komplett eingerichtete Apotheke mit dem dazugehörenden Kräutergarten zu sehen. Zu den festen Handwerkern im Museum gehören ein Korbmacher, Schmied, Drechsler, Töpfer, Weberinnen sowie Holzbildhauer. Molfsee ist also auch eine Reise wert, wenn gerade kein Herbstmarkt ist.

    Baumjagd: imposante Bäume finden

    13. Oktober 2011 Autor: Helge Siems

    Gehen Sie im Urlaub auf die Baumjagd in Schleswig-Holstein. Es geht bei diesem Spiel darum, die größten und imposantesten Bäume im Land zu finden. Gesammelt werden die Schätze auf der Webseite baumjagd.de.

    Gefunden wurde beispielsweise schon eine ca. 400 Jahre alte Eiche im Park Kriesby mit 7,60 m Stammumfang und fast 200 weitere Baumriesen in Schleswig-Holstein. Für die Baumjagd braucht man lediglich ein Maßband, ein Försterdreieck (Anleitung zum Selbstbau) und eine Karte oder ein GPS-Gerät. Hinterher werden die gefundenen Bäume in die Karte der Baumjagd eingetragen. Gerade jetzt im Herbst ist das ein Riesenspaß für alle, die gerne an der frischen Luft unterwegs sind.

    Die folgenden Daten werden im Baumsteckbrief der Baumjagd erfasst:

    • Umfang
    • Fundort (auf unserer Internetkarte oder mit Hilfe von GPS-Daten)
    • Baumart
    • Standort (am Waldrand, im Knick, freistehend, etc.)
    • Einzelstamm oder mehrstämmiger Baum

    Pflügen mit Pferden

    17. September 2011 Autor: Helge Siems

    “Wie Menschen mit Pferden pflügen, kann man im Landwirtschaftsmuseum erleben, wenn man seinen Kindern zeigen möchte, wie früher gearbeitet wurde.” So ist das Vorurteil, das ich auch im Kopf hatten, bevor ich den Hof Hollergraben kennengelernt habe. Hier in der Holsteinischen Schweiz wird auf einem landwirtschaftlichen Betrieb seit 2005 mit dem Projekt “Humussphäre” die Feldarbeit mit Pferden untersucht bzw. die Arbeit mit Traktoren mit der Arbeit mit Pferden verglichen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Software AG Stiftung , beauftragt wurde der Hof Hollergraben von der Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik e. V. aus Bremen.

    Überprüft wird mit dem Projekt Humussphäre die These, nach der Pferde in bestimmten Bereichen deutliche Vorteile gegenüber Traktoren hätten. Wertvolle Argumente könnte das Projekt für landwirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Ländern bieten, in denen ohnehin noch die Arbeit mit Pferden dominiert. Auch der (kleinflächige) Ackerbau auf verdichtungsgefährdeten Flächen in Deutschland könnte von der Forschungsarbeit auf dem Hof Hollergraben profitieren.

    Einen Tag der offenen Tür veranstaltet der Hof Hollergraben am Sonntag, dem 18. September 2011.

    Das Einfach Leben Blog berichtet vom Amerikaner Dick Roosenberg, der in Wisconsin regelmäßig Kurse im Pflügen mit Ochsen durchführt. Auch im auf dem Weingut Heußler in der Pfalz werden erfolgreich Pferde eingesetzt.

    Eine spannende Entwicklung, die ich mit Sicherheit weiter beobachten werde.

    Pädagogische Pflanzen

    26. August 2011 Autor: Helge Siems

    Brennesseln, Disteln, Brombeeren und Wildrosen tun weh. Diese “pädagogischen Pflanzen” lehren Kindern ganz natürlich den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur. Deshalb kann es sinnvoll, pädagogischen Pflanzen einen Raum auf Spielplätzen zu geben. Diese eigenen sich auch gut für “Besucherlenkung”. Kein Kind geht freiwillig durch ein Beet aus Heckenrosen oder Brennnesseln, jedenfalls nicht häufiger als einmal.

    “Dornen auf dem Spielplatz, Sie sind ja wohl verrückt”, höre ich schon den einen oder anderen Leser rufen. “Wie sollen Kinder verantwortungsbewusstes Leben lernen, wenn sie keine Möglichkeit haben, Gefahren spielerisch kennenzulernen”, rufe ich zurück. Und es spricht auch keiner davon, die Dornen so zu pflanzen, dass sie am Ausgang einer Rutsche stehen.

    In einem größeren Zusammenhang ausgedruckt: Übernahme von Verantwortung für eigenes Handeln sollte mehr ins Zentrum (der Erziehung) treten. Die Realität scheint leider zu sein, dass die Verantwortung zunehmend außen gesucht wird. Wenn ein Kind sich auf dem Spielplatz verletzt, ist der Betreiber des Spielplatzes oder der Hersteller der Spielgeräte verantwortlich, nicht die eigene Unachtsamkeit.

    Andere Beispiele gefällig? Für die Qualität von Nahrungsmitteln werden Kontrollgremien verantwortlich gemacht anstatt die Einkaufsentscheidung des “Verbrauchers” zu hinterfragen und auf die Eigenverantwortung hinzuweisen (siehe auch Artikel “Fleisch kommt aus der Steckdose“). Die Verantwortung für Arbeitslosigkeit wird bei den Arbeitsämtern gesucht und wenn man nicht wieder gesund wird, ist natürlich der Arzt schuld. “Rettungsschirme” (wird hoffentlich mal als Unwort ausgezeichnet) lassen andere bluten für die Unfähigkeit einiger verantwortlich mit Geld umzugehen. Die Liste ließe sich noch weiter führen.

    PS. Wer auf eine TÜV-Abnahme seines Spielplatzes Wert legt, sollte allerdings vorher mit dem zuständigen Prüfer besprechen, wie der die Lage einschätzt. Es gibt unterschiedliche Ansichten zum Einsatz von pädagogischen Pflanzen.