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Bauern Kalender

16. Oktober 2009 Autor: Helge Siems

Landwirtschaft mit biederen Menschen war gestern. Heute sind Landwirte genauso modern wie die Menschen in anderen Berufen. Der Bruch mit dem anscheinend biederen und konservativen Image der Landwirtschaft spiegelt das neue Selbstbewusstsein der Bäuerinnen und Bauern wieder und damit auch die massiven Veränderungen in der Branche. Die zunehmende Bedeutung von Bauernhofurlaub trägt sicherlich auch dazu bei.

Dargestellt wird dieses Selbstbewußtsein seit 2001 im Jungbauernkalender. Das Projekt wurde in Österreich gestartet und ist inzwischen ein grenzüberschreitendes Projekt der Bayerischen und Österreichischen Jungbauernschaft. Die limitierten Editionen 2010 können ab sofort online bestellt werden. Verfügbar sind die Ausgaben Deutsche Girls-Edition, Österreichische Men-Edition und Österreichische Girls-Edition. Fotografiert hat Suzy Stöckl aus Österreich.

Die ansehnlichen und ausdrucksstarken Models kommen allesamt aus der Landwirtschaft. Es handelt sich also nicht um Profi-Models. Das Casting für den Jungbauernkalender 2011 hat schon begonnen. Für den Jungbauernkalender 2010 haben sich mehr als 250 junge Frauen beworben um es auf eines der begehrten Kalenderblätter zu schaffen.

Schweizer Bauernkalender seit 2005

Seit 2005 gibt es auch einen Bauernkalender aus der Schweiz. Der schweizer Bauernkalender wird von einem kleinen unabhängigen Verlag herausgegeben. Ein Plagiat des deutsch-österreichischen Jungbauernkalender sei es nicht, da sich das Schweizer Format in mehreren Punkten unterscheide. Ab 2011 soll es eine deutsche und eine österreichische Ausgabe des Bauernkalenders geben. Warum auch nicht? Wenn es um die Aufwertung des Images der Landwritschaft geht, kann es doch nicht genug Kalender geben. Aus Österreich gibt es auch schon einen Jungwinzerinnen-Kalender. Eigentlich unverständlich, warum sich der österreichische Bauernverband durch den Bauernkalender aus der Schweiz bedroht fühlt. Aber Verbände ticken da vielleicht anders.

Jedenfalls ist auch für die ausländischen Ausgaben des schweizer Bauernkalenders das Casting schon im Gange. Hier gibt es wohl auch keine Einschränkungen für die Bewerber. Sie müssen anscheinend keinen direkten Bezug zur Landwirtschaft aufweisen. Wenn das so sein sollte, nähme das dem Projekt doch etwas die Authentizität. Das wäre dann so wie Bauernhofurlaub als künstliche Erlebniswelt. Das ist wohl im wesentlichen auch das, was den Schweizer Bauernverband an Schweizer Bauernkalender zu stören scheint.

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