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Kultur auf dem Bauernhof

1. Mai 2011 Autor: Helge Siems

Der Hof Klostersee (Cismar, Gemeinde Grömitz) ist mehr als ein Bauernhof. Hier wird zwar aktiv Getreide- und Milchwirtschaft mit eigener Mühle, Bäckerei, Molkerei, Käserei und einem schönen Hofladen betrieben. Urlaub kann man auf dem Hof Klostersee natürlich auch machen. Eine große Rolle spielt auf Klostersee aber auch Kunst und Kultur. In der Reihe Klostersee Kultur 2011 werden über den Sommer mindestens 10 hochrangige Kulturveranstaltungen auf die Beine gestellt. Die nächste Veranstaltung ist ein Konzert der italienischen Harfistin Assia Cunego. Sie spielt am 14. Mai 2011 ab 20 Uhr Werke von Barock bis Jazz.

Pferderennen am Strand

19. Februar 2011 Autor: Helge Siems

Mitlerweile ist es schon eine fest Institution im Februar: das Strandderby in Scharbeutz. Das Strandderby ist ein Pferderennen am Strand.

Dort wo zwischen Ostern und den Herbstferien die Menschen den schönen Sandstrand, die gesunde Luft und die klare Ostsee genießen, gehen beim Strandderby “kleinste Shetlandponys, Friesen, Western gerittene Pferde, Traber, Vollblüter und auch Reitpferde aller deutschen Rassen an den Start. Sie und ihre Reiter sind die Stars des außergewöhnlichsten Pferderennens des Nordens in der Lübecker Bucht.”

Am Nachmittag des 27. Februar 2011 findet bereits die 7. Auflage des offenen Pferderennens am Strand statt. Veranstaltungsort ist der Aktionsstrand von Scharbeutz nördlich der Seebrücke.

Scharbeutz liegt in Schleswig-Holstein an der Lübecker Bucht. Wenn Sie zum Strandderby möchten finden Sie für die Übernachtung hier Ihren Bauernhof an der Lübecker Bucht.

Geocaching

29. Januar 2011 Autor: Helge Siems

Beim Geocaching geht es darum, mit Hilfe von GPS-Geräten (z.B. ein IPhone) auf einer modernen Schnitzeljagd einen bestimmten Ort zu finden. Hier ist der sogenannte “Cache” versteckt.

Geocacher sind auf der ganzen Welt unterwegs. Wie Urlaubsbauernhöfe ihre Gäste zum Beispiel mit der Geschichte ihres Hofes vertraut machen können, zeigt das Gut Gaarz mit einem 2-stündigen, ca. 2,2 km langen Rundgang über den Hof mit diversen Rätseln.

Mehr Informationen zum Geocache auf Gut Gaarz auf Gefunden auf opencache.com

Recycling im Kuhstall

29. Januar 2011 Autor: Helge Siems

“Stroh ist in unendlichen Mengen auf den Weizenfeldern vorhanden und jeder Bauer ist froh, wenn er sein Stroh los wird.” Dieser Satz ist Quatsch.

Auch wenn es, zumindest in den Ackerbauregionen Europas viel Stroh auf den Feldern gibt, sind Bauern auf der Suche nach Alternativen zum Einstreuen. Denn Stroh pressen, einfahren und lagern ist aufwändig und kostet Geld. Außerdem wird sorgfältig untergeflügtes Stroh schnell zu wichtigem Humus, verbessert damit den Boden und spart teuren Dünger.

So kann man das als Faustregel ausdrücken. In der Realität steckt noch mehr dahinter. Einflussfaktoren sind unter anderem die Art des Bodens (leicht oder schwer), die Getreidesorte, die Schittbreite des Mähdreschers (wegen der gleichmäßigen Verteilung des gehäckselten Strohs), die eingesetzten Bodenbearbeitungsgeräte oder die Art der Folgefrucht (Sähzeitpunkt und Empfindlichkeit der Frucht).

Deutlich wird, dass Stroh einen nicht zu unterschätzenden Wert haben kann. Deshalb machen sich die Bauern im Stall Gedanken über eine Alternative zum Einstreu aus Stroh. Insbesondere Kühe müssen sich im Stall wohlfühlen, sonst geben sie keine Milch. Deshalb ist es keinesfalls “egal”, ob oder wie der Stall eingestreut wird.

Ein mögliches Recyclingprodukt zum Einstreuen ist Laub. Jedes Jahr im Herbst werden von Hausmeisterunternehmen und Stadtreinigungen tonnenweise Blätter eingesammelt. Diese werden in der Regel in Kompostieranlagen entsorgt. In Kuhställen können sie dagegen eine kostenlose und sinnvolle Nutzung erfahren, bevor sie dann auf den Feldern zu Kompost werden. Noch erstaunlicher ist die Möglichkeit Kuhställe mit Pferdemist einzustreuen. “Und es ist wirklich so, die Kühe, die auf Pferdemist ruhen, haben blitzblanke Euter, und auch ein sauberes Fell.” (Zitat aus einem Artikel des Bayerischen Rundfunks).

Rauchmelder in Ferienwohnungen

22. Dezember 2010 Autor: Helge Siems

Die Landesbauordnung schreibt vor, dass Ferienwohnungen bis 31.12.2010 mit Rauchmeldern ausgestattet sein müssen.

§ 49 Landesbauordnung
(4) In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen oder Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmelder auszurüsten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen oder Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Der letzte Satz ist interessant. Dieser könnte so interpretiert werden, dass die Mieter selbst für die Überprüfung der Rauchmelder verantwortlich sind. Wer Wert auf die Absicherung legt, sollte einen entsprechenden Passus in seine AGB aufnehmen. Aber fragen Sie bitte vorher Ihren Rechtsanwalt, ob er die Ansicht des Autoren teilt.

Unterschiede bei Rauchmeldern

Ein guter Rauchmelder sollte nach DIN EN 14604 folgende Eigenschaften haben:

  • Taste für Funktionstest
  • Schutz vor Fehlalarm z.B. durch einfliegende Insekten
  • mindestens 30 Tage vor Ende der Batterie kommt ein wiederkehrendes akustisches Warnsignal

Ohne diese Eigenschaften gibt es das CE-Prüfzeichen nicht. Wer darüber hinaus Wert auf Qualität beim Rauchmelder für die Ferienwohnung legt, sollte auf folgende Eigenschaften achten:

  • Zusätzliches Insektengitter um die Rauchkammer.
  • Lithium-Batterien mit einer Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren
  • Garantie mit 100%iger Rückverfolgbarkeit der Produkte zum Hersteller
  • Leuchtdiode zur Batteriebereitschaftsanzeige

Beim Neubau von Ferienwohnungen kann man ohne weiteres auch Rauchmelder mit 230 V-Anschluss mit einbauen. Dann entfällt der Batteriewechsel, der vermutlich auch bei den hochwertigen Geräten nur in der Theorie bei Intervallen von 10 Jahren liegt.

Jährliche Wartung von Rauchmeldern

Nach der DIN 14676 müssen Rauchmelder jährlich gewartet werden. Bei Geräten, die keinen Herstellernachweis über eine 10 jährige Batteriehaltbarkeit haben, muss die Batterie jährlich ausgetauscht werden. Außerdem muss die Funktion geprüft werden und eventueller Schmutz aus den “Raucheindringöffnungen” entfernt werden.

Rauchmelder kann man kaufen und einmal im Jahr die Funktion überprüfen. Es gibt auch Unternehmen, die diesen Service anbieten. Das sind in der Regel die gleichen Firmen, die auch Feuerlöscher verkaufen und warten.

Grüne Woche und Gentechnik-Demo

19. Dezember 2010 Autor: Helge Siems

Vielleicht haben Sie geplant zur Grünen Woche vom 21. Januar bis 30. Jannuar 2011 nach Berlin zu fahren. Die Reise lohnt sich für Bauern und Verbraucher, ist es doch die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Und Berlin ist zudem immer eine Reise wert.

22. Januar 2011 Demonstration in Berlin: Ja zu bäuerlicher Landwirtschaft. Ja zu gesundem, fair produziertem Essen!

Wir haben es satt!Ernährung hat mehr und mehr mit Technologie zu tun. Das erleichtert den Bauern des trotz aller Erleichterungen immer noch harten Job. Aber mit dem Einzug von Technologie und Gentechnik werden Lebensmittel immer mehr zum durchgestylten Industrieprodukt. Das möchten aufgeklärte Verbaucher ebensowenig wie aufgeklärte Bauern. Abhängigkeiten von Saatgut- und Chemiekonzernen nehmen weltweit zu. Die bäuerliche Landwirtschaft wird zunehmend verdrängt. Bäuerliche Landwirtschaft ist auch das was die meisten Bauernhofurlauber suchen.

Das Demonstrations-Bündnis „Wir haben es satt” fordert eine ökologische, bäuerliche und global gerechte Agrarpolitik als Antwort auf die Herausforderungen von Welthunger, Klimawandel und Artensterben. Verbraucher sähen sich wegen des mangelnden politischen Willens für lange geforderte Kennzeichnungsregeln bei Lebensmitteln willentlich fehlinformiert und leisteten Widerstand gegen Agro-Gentechnik und gegen das Wachstum von Agrarfabriken in industriellem Maßstab in ländlichen Regionen.

Die Demonstration am Samstag, den 22. Januar 2011 in Berlin startet um 12 Uhr auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof. Von dort laufen wir über die Rahel-Hirsch-Straße und das Kapelle-Ufer links in die Reinhardstraße. Dann biegen wir rechts auf die Friedrichstraße ab, der wir bis Unter den Linden folgen. Dort schwenken wir rechts ein und laufen zur Abschlusskundgebung auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor. Im Anschluss findet dort auch Rock for Nature statt.

Das Bündnis fordert gleichzeitig von der EU-Kommission, mit der anstehenden Agrarreform die Weichen für eine gentechnikfreie, umwelt- und tierschutzgerechte sowie faire Landwirtschafts- und Ernährungspolitik zu stellen. Dazu erwartet das Bündnis auch weitreichende Vorschläge für faire Marktregeln und den konsequenten Stopp direkter und indirekter Export-Subventionen.

Als prominenter Redner auf der Demonstration wird der diesjährige alternative Nobelpreisträger Nnimmo Bassey aus Nigeria zu den Auswirkungen der deutschen und europäischen Agrarpolitik in Entwicklungsländern Stellung nehmen.

Die Mobilisierung für die Demonstration laufe auf Hochtouren, meldete das Organisationsbüro in Berlin. Aus dem ganzen Bundesgebiet würden Traktoren, Sonder-Busse und Themenwagen für die Fahrt nach Berlin vorbereitet. Insbesondere Aktive aus gentechnikfreien Regionen, Bürgerinitiativen für Bauernhöfe statt Tierfabriken und zahlreiche Eine-Welt-Gruppen hätten sich angekündigt. Die Organisatoren erwarten mehrere tausend Menschen.

Weihnachtsgeschenk für Reiter

1. Dezember 2010 Autor: Helge Siems

Für reitbegeisterte Kinder von 8 bis 17 Jahren ist die Ostseereitschule Lütt Piergorn über Sylvester ein beliebtes Reiseziel. Der anerkannte Kinder- und Jugendreiterhof im Ostseeheilbad Dahme bietet vom 27.12. bis 03.01.2011 ein spezielles Sylvesterreitprogramm an:

  • 3x täglich Reiten in der Reithalle, je nach Witterung auf dem Außenplatz oder im winterlichen Wald
  • Sylvesterbüffet (gemeinsam mit den Kindern vorbereitet)
  • Sylvesterparty

Am Neujahrsmorgen gibt es eine Reitvorführung der Kinder. Das kann zum Beispiel ein gerittenes Märchen, eine Quadrille oder eine Geschicklichkeitsübung sein.

Die Woche kostet 295 EURO inklusive Vollpension (vier Mahlzeiten), Übernachtung in Mehrbettzimmern, Reitprogramm auf ausgeglichenen Ponys und Pferden und liebevolle Betreuung durch das Team der Ostseereitschule. Als Weihnachtsgeschenk für Reiter können Sie bei der Ostseereitschule einen Gutschein bekommen.

Wenn mehrere Kinder gemeinsam anreisen, gibt es einen Geschwister- oder Freunderabatt in Höhe von 20 EURO. Dann kostet die Woche nur noch 275 EURO pro Kind.

Die Ostseereitschule ist gut mit der Bahn zu erreichen. Bis Oldenburg in Holstein fährt ein ICE (aus Berlin oder Hamburg ohne Umsteigen). Vom Bahnhof werden die Kinder auf Wunsch abgeholt oder fahren mit dem Bus nach Dahme.

Ihre konkreten Fragen besprechen Sie gerne persönlich. Sie erreichen die Ostseereitschule Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag zwischen 16 bis 18 Uhr telefonisch unter 04364-525 oder jederzeit per email an post@ostseereitschule.de

Ein positiver Nebeneffekt für die Schule: nach den Erfahrungen des Leiters des Kompetenzzentrums Gesundheitsurlaub in Kiel kann ein Seeurlaub in Schleswig-Holstein “fast schon ein Garant für eine Zwei in Mathematik” werden. Ob die Worte auf die Goldwaage gelegt werden müssen, steht in den Sternen. Fest steht: ein Urlaub an der Ostsee wirkt sich immer positiv auf die Gesundheit aus.

Kühe dürfen kostenlos fotografiert werden

19. November 2010 Autor: Helge Siems

Sie finden die Überschrift dieses Artikels merkwürdig? Gerichte müssen sich bekanntlich manchmal mit kuriosen Fällen beschäftigen. Am Amtsgericht Köln ging es um die Frage, ob der Eigentümer einer Kuh damit leben muss, dass jemand seine Kuh fotografiert und dann das Foto für Werbung verwendet.

Um es kurz zu machen und darauf deutet ja auch die Überschrift hin: Weder das Fotografieren selbst noch die gewerbliche Verwertung von Fotografien einer Kuh ist als Einwirkung auf das Eigentum anzusehen.

Konkret ging es darum, dass eine Eventagentur das Foto eines Kalbes für eine Veranstaltung benutzt hat. Offenbar wurde der Bauer nicht gefragt, ob er mit der Nutzung des Fotos für diesen Zweck einverstanden ist. Und vielleicht hat ihm auch die Veranstaltung nicht gepasst. Jedenfalls hat er vor dem Amtsgericht geklagt und dieses hat entschieden, dass eine Kuh kein eigenes Persönlichkeitsrecht hat und durch die Kuh nicht auf die Persönlichkeit des Eigentümers geschlossen werden kann.

Bei der Verwendung des Fotos eines Hauses, das als Eigentum den gleichen rechtlichen Status besitzt wie eine Kuh, sieht es anders aus. Das Haus kann mit der Persönlichkeit des Eigentümers in Verbindung gebracht werden. Deshalb kann die Nutzung des Fotos eines Hauses durchaus einen Eingriff auf die Persönlichkeit des Eigentümers darstellen.

Trotzdem muss man bei Google Streetview aktiv dafür sorgen, dass das Bild eines Hauses unkenntlich gemacht wird.

Lizenz für Heilkräuter?

4. November 2010 Autor: Helge Siems

Viele Kräuter, die in der Küche verwendet werden sind seit Jahrhunderten für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt und werden auch deshalb von vielen Köchen gerne und zunehmend verwendet. Auf immer mehr Urlaubsbauernhöfen rücken die oft vorhandenen Kräutergärten wieder mehr in den Vordergrund des Interesses der Urlauber.

Der freie Verkauf von Produkten aus Heilkräutern soll durch die EU-Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) ab dem April 2011 stark eingeschränkt werden.

Kritiker sehen das vor allem als Schritt der einflussreichen Pharmaindustrie gegen alternative Behandlungsmethoden. In Zukunft notwendige Zulassungsverfahren werden gesundheitsfördernde Produkte aus Heilkräutern stark verteuern und vor allem kleinere Anbieter vom Markt verdrängen.

Es bestehe außerdem die Gefahr, dass auch Heilkräuter selbst nur noch als lizensierte Produkte verkauft werden dürfen.

Gegen die Umsetzung der Richtlinie in Deutschland richtet sich die Petition “Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen vom 20.09.2010

Nähere Informationen gibt es von der Alliance for natural health.

Potentiale für Bauernhofurlaub

27. Oktober 2010 Autor: Helge Siems

Bente Grimm vom N.I.T. aus Kiel hat 2008 im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums eine Untersuchung der Marktsituation und der Potentiale für Bauernhofurlaub / Landurlaub ausgearbeitet. Diese Studie habe ich heute erst gefunden. Den gleichen Auftrag scheint es für das ETI aus Trier gegeben zu haben. Diese Studie ist besser vernetzt und wird besser gefunden, die Studie des N.I.T. gefällt mir persönlcih deutlich besser, weil sie fundierter scheint.

Basis für die Arbeit von Bente Grimm war die Reiseanalyse 2008 und zwei Gruppendiskussionen in Köln und München mit Menschen, die in den letzten drei Jahren einen Urlaub auf dem Bauernhof gemacht haben oder dies in den nächsten Jahren planen und in einem Haushalt ohne Kinder leben. Die Hauptzielgruppe der Urlaubsbauernhöfe sind zwar Familien mit Kindern, der demographische Wandel lässt diese Zielgruppe allerdings immer kleiner werden.

Größer wird die Zahl der Haushalte mit Menschen, deren Kinder schon erwachsen sind. Deshalb ist die Meinung der wachsenden Zielgruppe der Haushalte ohne Kinder für die Ausrichtung des Angebotes für einen Urlaubsbauernhof hochinteressant. Auch wenn die Ergebnisse der Gruppendiskussion nur qualitativen Charakter haben also die Gültigkeit für die Zielgruppe nicht statistisch überprüft wurde, geben die Aussagen ein paar gute Anhaltspunkte für die strategische Ausrichtung des Angebotes Bauernhofurlaub.

Die Studie versucht Antworten auf die Frage nach den Erwartungen der Zielgruppen ohne Kinder an einen Bauernhofurlaub bzw. Landurlaub zu geben. Ein paar ausgewählte Inhalte der Studie werde ich in diesem Artikel zitieren. Als Vertiefung ist die Lektüre der kompletten Studie zu empfehlen, die kostenlos beim BMELV zum Download zur Verfügung steht.

Bei Studien dieser Art ist es wichtig sich nicht vom eigenen Eindruck leiten zu lassen. Die eigenen Erfahrungen können durchaus von den Werten der Untersuchung abweichen. Für das eigene Geschäft kann man durchaus aus den Zahlen versuchen abzuleiten wohin die Reise geht und wie das eigene Angebot strategisch ausgerichtet werden kann.

Veränderung der Gästestruktur auf dem Bauernhof und interessante neue Zielgruppen

Das Durchschnittsalter, die Bildung und das Durchschnittseinkommen der Bauernhofurlauber sind in den letzten Jahre etwas gestiegen. Interessanter ist aber noch, dass bei der Betrachtung der Lebensphasen die Gruppen der älteren Unverheirateten und der unverheirateten Senioren signifikant zugenommen haben. Insgesamt sind natürlich Familien mit (kleinen) Kindern die wichtigste Gruppen der Interessenten. Die Untersuchung zeigt aber, dass es sich auch lohnt, spezielle Angebote für andere Zielgruppen zu schaffen, die zudem mit dem demographischen Wandel größer werden.

In der nächsten Grafik werden mögliche Zielgruppen nach demographischen Faktoren dargestellt. Hier wird deutlich, dass Familien mit Kindern das größte Interesse und den größten Marktanteil haben, das Interesse bei der Zielgruppe “Ältere Erwachsene Paare” an einem Bauernhofurlaub bei geringem Marktanteil auch recht hoch ist. Möglicherweise hängt der geringe Marktanteil mit fehlenden Angeboten für diese konkrete Gästegruppe zusammen. Hier kann sich also bei der Entwicklung entsprechender Angebote deutliches Potential auftun – außerhalb der Schulferien.

Zur Betrachtung einer Zielgruppe gehört neben den demografischen Faktoren auch die Untersuchung der Urlaubsmotive, die in der folgenden Grafik dargestellt werden.

Bauernhofurlaub sind häufig das erste Mal in der Region

Bauernhofurlauber sind deutlich häufiger in einer Region als der durchschnittliche Urlauber. Das könnte darauf hindeuten, dass Bauernhofurlauber grundsätzlich gerne neue Ziele ausprobieren.

Weitere interessante Hinweise auf die mögliche Angebotsgestaltung von zukünftigem Bauernhofurlaub gibt die Auswertung des qualitativen Teils (Gruppendiskussionen mit Personen aus Haushalten ohne Kinder) der Studie, die ab Seite 68 der kostenlosen Studie zu finden sind.