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Kühe dürfen kostenlos fotografiert werden

19. November 2010 Autor: Helge Siems

Sie finden die Überschrift dieses Artikels merkwürdig? Gerichte müssen sich bekanntlich manchmal mit kuriosen Fällen beschäftigen. Am Amtsgericht Köln ging es um die Frage, ob der Eigentümer einer Kuh damit leben muss, dass jemand seine Kuh fotografiert und dann das Foto für Werbung verwendet.

Um es kurz zu machen und darauf deutet ja auch die Überschrift hin: Weder das Fotografieren selbst noch die gewerbliche Verwertung von Fotografien einer Kuh ist als Einwirkung auf das Eigentum anzusehen.

Konkret ging es darum, dass eine Eventagentur das Foto eines Kalbes für eine Veranstaltung benutzt hat. Offenbar wurde der Bauer nicht gefragt, ob er mit der Nutzung des Fotos für diesen Zweck einverstanden ist. Und vielleicht hat ihm auch die Veranstaltung nicht gepasst. Jedenfalls hat er vor dem Amtsgericht geklagt und dieses hat entschieden, dass eine Kuh kein eigenes Persönlichkeitsrecht hat und durch die Kuh nicht auf die Persönlichkeit des Eigentümers geschlossen werden kann.

Bei der Verwendung des Fotos eines Hauses, das als Eigentum den gleichen rechtlichen Status besitzt wie eine Kuh, sieht es anders aus. Das Haus kann mit der Persönlichkeit des Eigentümers in Verbindung gebracht werden. Deshalb kann die Nutzung des Fotos eines Hauses durchaus einen Eingriff auf die Persönlichkeit des Eigentümers darstellen.

Trotzdem muss man bei Google Streetview aktiv dafür sorgen, dass das Bild eines Hauses unkenntlich gemacht wird.

Lizenz für Heilkräuter?

4. November 2010 Autor: Helge Siems

Viele Kräuter, die in der Küche verwendet werden sind seit Jahrhunderten für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt und werden auch deshalb von vielen Köchen gerne und zunehmend verwendet. Auf immer mehr Urlaubsbauernhöfen rücken die oft vorhandenen Kräutergärten wieder mehr in den Vordergrund des Interesses der Urlauber.

Der freie Verkauf von Produkten aus Heilkräutern soll durch die EU-Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) ab dem April 2011 stark eingeschränkt werden.

Kritiker sehen das vor allem als Schritt der einflussreichen Pharmaindustrie gegen alternative Behandlungsmethoden. In Zukunft notwendige Zulassungsverfahren werden gesundheitsfördernde Produkte aus Heilkräutern stark verteuern und vor allem kleinere Anbieter vom Markt verdrängen.

Es bestehe außerdem die Gefahr, dass auch Heilkräuter selbst nur noch als lizensierte Produkte verkauft werden dürfen.

Gegen die Umsetzung der Richtlinie in Deutschland richtet sich die Petition “Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen vom 20.09.2010

Nähere Informationen gibt es von der Alliance for natural health.

Potentiale für Bauernhofurlaub

27. Oktober 2010 Autor: Helge Siems

Bente Grimm vom N.I.T. aus Kiel hat 2008 im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums eine Untersuchung der Marktsituation und der Potentiale für Bauernhofurlaub / Landurlaub ausgearbeitet. Diese Studie habe ich heute erst gefunden. Den gleichen Auftrag scheint es für das ETI aus Trier gegeben zu haben. Diese Studie ist besser vernetzt und wird besser gefunden, die Studie des N.I.T. gefällt mir persönlcih deutlich besser, weil sie fundierter scheint.

Basis für die Arbeit von Bente Grimm war die Reiseanalyse 2008 und zwei Gruppendiskussionen in Köln und München mit Menschen, die in den letzten drei Jahren einen Urlaub auf dem Bauernhof gemacht haben oder dies in den nächsten Jahren planen und in einem Haushalt ohne Kinder leben. Die Hauptzielgruppe der Urlaubsbauernhöfe sind zwar Familien mit Kindern, der demographische Wandel lässt diese Zielgruppe allerdings immer kleiner werden.

Größer wird die Zahl der Haushalte mit Menschen, deren Kinder schon erwachsen sind. Deshalb ist die Meinung der wachsenden Zielgruppe der Haushalte ohne Kinder für die Ausrichtung des Angebotes für einen Urlaubsbauernhof hochinteressant. Auch wenn die Ergebnisse der Gruppendiskussion nur qualitativen Charakter haben also die Gültigkeit für die Zielgruppe nicht statistisch überprüft wurde, geben die Aussagen ein paar gute Anhaltspunkte für die strategische Ausrichtung des Angebotes Bauernhofurlaub.

Die Studie versucht Antworten auf die Frage nach den Erwartungen der Zielgruppen ohne Kinder an einen Bauernhofurlaub bzw. Landurlaub zu geben. Ein paar ausgewählte Inhalte der Studie werde ich in diesem Artikel zitieren. Als Vertiefung ist die Lektüre der kompletten Studie zu empfehlen, die kostenlos beim BMELV zum Download zur Verfügung steht.

Bei Studien dieser Art ist es wichtig sich nicht vom eigenen Eindruck leiten zu lassen. Die eigenen Erfahrungen können durchaus von den Werten der Untersuchung abweichen. Für das eigene Geschäft kann man durchaus aus den Zahlen versuchen abzuleiten wohin die Reise geht und wie das eigene Angebot strategisch ausgerichtet werden kann.

Veränderung der Gästestruktur auf dem Bauernhof und interessante neue Zielgruppen

Das Durchschnittsalter, die Bildung und das Durchschnittseinkommen der Bauernhofurlauber sind in den letzten Jahre etwas gestiegen. Interessanter ist aber noch, dass bei der Betrachtung der Lebensphasen die Gruppen der älteren Unverheirateten und der unverheirateten Senioren signifikant zugenommen haben. Insgesamt sind natürlich Familien mit (kleinen) Kindern die wichtigste Gruppen der Interessenten. Die Untersuchung zeigt aber, dass es sich auch lohnt, spezielle Angebote für andere Zielgruppen zu schaffen, die zudem mit dem demographischen Wandel größer werden.

In der nächsten Grafik werden mögliche Zielgruppen nach demographischen Faktoren dargestellt. Hier wird deutlich, dass Familien mit Kindern das größte Interesse und den größten Marktanteil haben, das Interesse bei der Zielgruppe “Ältere Erwachsene Paare” an einem Bauernhofurlaub bei geringem Marktanteil auch recht hoch ist. Möglicherweise hängt der geringe Marktanteil mit fehlenden Angeboten für diese konkrete Gästegruppe zusammen. Hier kann sich also bei der Entwicklung entsprechender Angebote deutliches Potential auftun – außerhalb der Schulferien.

Zur Betrachtung einer Zielgruppe gehört neben den demografischen Faktoren auch die Untersuchung der Urlaubsmotive, die in der folgenden Grafik dargestellt werden.

Bauernhofurlaub sind häufig das erste Mal in der Region

Bauernhofurlauber sind deutlich häufiger in einer Region als der durchschnittliche Urlauber. Das könnte darauf hindeuten, dass Bauernhofurlauber grundsätzlich gerne neue Ziele ausprobieren.

Weitere interessante Hinweise auf die mögliche Angebotsgestaltung von zukünftigem Bauernhofurlaub gibt die Auswertung des qualitativen Teils (Gruppendiskussionen mit Personen aus Haushalten ohne Kinder) der Studie, die ab Seite 68 der kostenlosen Studie zu finden sind.

Knuthenborg Park und Safari

3. Oktober 2010 Autor: Helge Siems

Der Knuthenborg Park auf der Insel Lolland (dänische Nachbarinsel von Fehmarn) ist Touristen in Ostholstein schon seit vielen Jahren als exotisches Ausflugsziel in der Nähe bekannt. Mit der Fähre sind es von Puttgarden auf Fehmarn gerade einmal 45 Minuten nach Dänemark. Vom Fährhafen Rödby ist es nur noch gut 20 km bis nach Bandholm (Autobahn-Ausfahrt Maribo).

Der Landschaftspark Knuthenborg wurde im 19. Jahrhundert von den Grafen Knuth angelegt. Die Familie ist auch heute noch im Besitz des Parks. Knuthenborg Park und Safari ist ein Teil des Familienunternehmens, das unter anderem Land- und Forstwirtschaft betreibt. Der Knuthenborg Park ist seit der Anlage im 19. Jahrhundert gegen Bezahlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1969 ist Knuthenborg zudem eher durch Zufall ein Safaripark mit exotischen Tieren geworden. Heute ist das dritte wichtige Element neben der historischen Anlage und den exotischen Tieren der größte Naturspielplatz Dänemarks mit einem Kletterwald, der nicht nur Kinder begeistert.

Durch Knuthenborg bewegt sich der Besucher in erster Linie mit dem Auto. Uralte Eichen begrüßen die Gäste nach der Fahrt durch das historische Eingangsportal. Im Mai und Juni blühen hier unter den Eichen riesige Rhodedendren. Wer hier links abbiegt, gelangt über eine Schotterpiste durch einen Wald an einer Ruine vorbei, die nicht der Überrest eines alten Hauses sondern ein im 19. Jahrhundert bewusst eingesetzes Stilmittel der Gartenarchitektur ist. Hier begegnet dem Besucher auch die über 7 km lange Mauer aus gefischten Ostseesteinen, die den Landschaftspark im 19. Jahrhundert vor unbetenen Gästen schütze. Im über 600 Hektar großen Gelände befinden sich weitere imposante historische Gebäude, die von außen zu besichtigen sind.

Im gesamten Park begegnen dem Besucher exotische Tiere. Das sind Tiere aus der ganzen Welt von Esel und Ziegen über Giraffen, Zebras, Gnus, Büffel bis zu Tigern, Wölfen und Schlangen. Die Tiere leben größtenteils in riesigen offenen Freigehegen. An Gäste sind die Tiere gewöhnt, deshalb ist es ungefährlich für die Besucher, die Gehege in ihren eigenen Autos zu durchqueren. Natürlich gibt es Sicherheitsvorkehrungen und Regeln, die einzuhalten sind.

Wein von der Ostsee

19. September 2010 Autor: Helge Siems

Es ist bekannt, dass an der Ostsee häufig die Sonne scheint. Weinstöcke brauchen viel Sonne. Gerade im Herbst kurz vor der Weinlese brauchen die Trauben Sonne, um Süße zu entwickeln. Die in der Holsteinischen Schweiz üblichen 1600 bis 1800 Sonnenstunden sind vergleichbar mit dem Breisgau und reichen für einen guten Landwein. Wein wurde in Schleswig-Holstein nach Informationen des reporters bis ins 16. Jahrhundert angebaut.

In Malkwitz in der Holsteinischen Schweiz hat die Familie Engel auf ihrem Ingenhof im Jahr 2009 auf 3 Hektar 4500 Weinstöcke gepflanzt. Damit ist der Ingenhof das größte Weingut Schleswig-Holsteins. Schleswig-Holstein hat 2010 die Rechte für 10 Hektar kommerziellen Weinbau von Rheinland-Pfalz gekauft. In diesem Jahr rechnen die jungen Weinbauern aus der Nähe von Malente mit einem Ertrag von 4000 Litern. Sobald die Reben in ein paar Jahren voll tragen, soll es auf dem Ingenhof auch Weinproben und Führungen geben. Bisher verdient die Familie mit dem Anbau von Erdbeeren und Himbeeren und natürlich dem Urlaub auf dem Bauernhof ihr Geld. Die Zulassung zur Weinproduktion ist nicht ohne. Wein für private Zwecke anbauen kann hingegen natürlich jeder, der die entsprechenden Voraussetzungen hat. Wein sollte möglichst windgeschützt an einem sonnigen Platz stehen, zum Beispiel an einer Südwand. Ein Hang ist dann sinnvoll, wenn die Reben in mehreren Reihen stehen, damit sie sich nicht gegenseitig beschatten.

Am Rande des Artikels noch ein gastronomischer Tipp für die Insel Fehmarn. Das Restaurant Zur Traube ist ein echter Geheimtipp für Liebhaber badisch-schwäbischer Küche und guten Weins. In einer schönen Atmosphäre wird von einem herzlichen Team gute Gastronomie rund um Maultaschen, Spätzle und Wein veranstaltet. In der geschützten Weinlaube sitzen sie unter den Trauben – Naschen erlaubt.

Ein weiterer Hof aus diesem Verzeichnis mit Weinstöcken ist der Gutshof Bastorf in der Nähe von Kühlungsborn. Kennen Sie noch mehr Urlaubsbauernhöfe an der Ostsee, die Erfahrungen im Weinbau haben? Schreiben Sie einen Kommentar.

Alternative zum Grillen

14. September 2010 Autor: Helge Siems

Auf vielen Bauernhöfen an der Ostsee spielen gemeinsame Veranstaltungen eine große Rolle. Lagerfeuer und Stockbrot ist während der ganzen Saison urgemütlich.

Mal was anderes Grillen als Fleisch und Wurst

Mit einem Stockbrotteig kann man auch gut kleine Pizzen auf dem Grill backen. Ganz einfach mit Zwiebeln und Kräutern (aus dem Küchengarten des Bauernhofes) füllen und fertig ist die gegrillte Alternative zum Fleisch. Gut Grillen lassen sich auch Gurken, Zucchini oder Tomaten. Diese einfach mit einem schönen Öl bestreichen, mit Kräutern bestreuen und bei nicht zu großer Hitze auf den Grill. Es muss nicht immer Fleisch sein.

Mal garnicht Grillen sondern am offenen Feuer kochen

Ein Bauerngarten gibt in der Regel auch Zutaten für eine Gemüsesuppe her. Eine leckere Suppe aus Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln, Möhren in einer Gemüsebrühe ist schnell und völlig problemlos am offenen Feuer gekocht. Ein Erlebnis nicht nur für Kinder ist das gemeinsame Ernten der Zutaten im Garten. Das gemeinsame Vorbereiten der Suppe und das Sammeln von Kräutern im Garten bringt Spaß und hat auch bauernhof-pädagogischen Wert. Verblüffung kann man ganz leicht ernten, wenn man der Kräutermischung aus z.B. Thymian, Oregano, Schnittlauch und Petersilie gesunde “Unkräuter” wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn oder Spitzwegerich beifügt.

Regelmäßiges Kochen am offenen Feuer gibt es zum Beispiel auf dem Mühlenhof der Familie Siems in Grube

Instrumente aus Gemüse

23. August 2010 Autor: Helge Siems

Das Wiener Gemüseorchester stellt die Instrumente vor jedem Konzert neu her. Zum Ende des Konzertes werden die Instrumente zu einer leckeren Suppe verarbeitet und vom Publikum verspeist.

Wir sehen wieder: es gibt nichts, was es nicht gibt. Aus Gemüse lassen sich diverse Instrumente herstellen. Zum Repertoire des Gemüseorchesters gehören neben diversen Percussionsinstrumenten auch Flöten oder Geigen. Musik wird aber auch mit Zwiebelschalen, Bohnen oder Salat gemacht. Das Gemüseorchester ist keine Gurkentruppe sondern ein ernsthaftes Musikprojekt. Das Resultat lässt sich unten dem Video hören und sehen sowie als CD kaufen. Das Gemüseorchester wurde im Februar 1998 gegründet. Die Mitglieder sind nicht ausschließlich Vegetarier sondern vor allem ernsthafte Musiker, die weltweit auf Musikfestivals unterwegs sind.

Kohl Wellness

12. August 2010 Autor: Helge Siems

In Schleswig-Holstein werden Gäste auf gesunde Art „verkohlt“: Im Nordseeheilbad Friedrichskoog können sich Besucher mit vitalisierenden Packungen aus dem gesunden Gemüse verwöhnen lassen. Dass Kohl ein Allheilmittel ist, war schon den Römern bekannt. Die vielfältigen Inhaltsstoffe der Pflanze stärken die Abwehrkräfte, der Säuregehalt wirkt antibakteriell und eignet sich bestens für die Behandlung von Hautunreinheiten. Diese Erkenntnisse nutzt das Friedrichskooger Fontamar Kur- und Wellneszentrum für sein Kohlwellness-Programm.

Dithmarschen ist Europas größtes geschlossenes Kohlanbaugebiet. Freunde der Ostsee müssen auf einheimischen Kohl nicht verzichten. Auf der Insel Fehmarn gehört schon seit gut 100 Jahren bei vielen Bauern Kohl zur Fruchtfolge. Überwiegend wird auf Fehmarn Weiß- und Rotkohl angebaut, zur Zeit auf etwa 150 ha mit steigender Tendenz.

Finden Sie hier Ihren Bauernhof auf Fehmarn

Kulinarik in Schleswig-Holstein

2. August 2010 Autor: Helge Siems

Regionale Spezialitäten, landestypische Gasthäuser und kulinarische Veranstaltungen gehören zur Kultur Schleswig-Holsteins und bilden ebenso einen Reiseanreiz wie die einzigartigen Naturräume des Landes. Im Rahmen der Neuausrichtung der Tourismuskonzeption in Schleswig-Holstein wurde das Thema „Gastronomie“ deshalb als Basisthema definiert.

Regionale Gerichte sind häufig mehrere Jahrhunderte alt. Schleswig-Holstein hat eine lange Geschichte, die Holsteiner Küche entsprechend lange Tradition. Vor der offiziellen Entdeckung Amerikas war Lübeck die Drehscheibe des Welthandels. Noch früher waren Haitabu (bei Schleswig) und Starigard (Oldenburg in Holstein) wichtige Handelszentren der damaligen Welt. Etwas später hat die russische Zarin Katharina die Grosse im Eutiner Schlosspark ihren Mann Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf kennengelernt.

Dieser Themenbereich wird mit der Aktion Gerichte mit Geschichte verfolgt.

Kulinarik verabschiedet sich immer mehr von der Exotik hin zu regionalen Gerichten, die konsequent ausgerichtet natürlich auch saisonale Gerichte sind. Dieser Trend geht einher mit dem starken Reisewunsch und der Suche nach Authentizität.

In Sachen Kulinarik haben beide Seiten etwas zu lernen. Frisch eingekauft und zubereitet kann ein regionales Kulinarium natürlich auch einmal ausverkauft sein. Als Restaurantbesucher sollten wir uns vielleicht davon verabschieden, Dinge zu bestellen, die auf der Karte stehen und stattdessen wieder mehr darauf vertrauen, was uns der Koch empfiehlt. Die unbestrittene Schwierigkeit für die Restaurants ist es das passende Personal zu finden, das mit Leidenschaft frisch, regional und saisonal kochen kann. Ohne Fertigprodukte, ohne Geschmacksverstärker und ohne Mikrowelle. Hier geht es neben dem Können auch um das Wollen. Die Liebe zum Beruf kann keine Koordinierungsstelle in die Küchen bringen, unabhängig von den Millionen, die ihr zur Verfügung stehen mögen.

Heimische Obstsorten

17. Juli 2010 Autor: Helge Siems

In einer Zeit in der man alles das ganze Jahr über kaufen kann, ist es garnicht so einfach beurteilen zu können, welche Obstsorten eigentlich heimisch sind und welche heimischen Obstsorten wann Saison haben. Dazu kommt, dass viele alte Obstsorten bedroht sind, die sich nicht für den Erwerbsanbau eignen. Mit dem Saisonkalender für heimisches Obst hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein im Frühjahr 2010 ein gutes Angebot geschaffen.

Mit dem Projekt Gelieren für die Region unterstützt Nordzucker Einzelprojekte des BUND zum Erhalt heimischer Obstsorten. Im Zusammenhang mit diesem Projekt gibt es bei Radio Schleswig-Holstein eins von fünf praktischen Geliersets, bestehend aus SweetFamily Gelierprodukten, Geliertopf und Kelle sowie schönen Vorratsgläsern in Vintage-Look zu gewinnen.

Heimische, historische Obstsorten kann man in Schleswig-Holstein bei der Baumschule Alte Obstsorten in der Region Angeln kaufen. Auf dem Museumshof Lensahn gibt es eine große Sammlung historischer Obstbäume und einen Naturlehrpfad, auf dem man auch heimische Obstsorten kennenlernen kann. Eine aktuelle Neueröffnung auf dem Museumshof im Ostseeferienland ist der Hildegard-von-Bingen-Garten mit vielen Heil- und Hilfskräutern.