Rutsche ins Heu
30. April 2010 Autor: Helge SiemsSpielen im Heu und Stroh ist für viele Kinder bei einem Bauernhofurlaub ein tolles Erlebnis. Der pädagogische Wert des Erlebens dieses bedeutenden Naturproduktes ist sicherlich auch nicht zu unterschätzen. Heu ist seit je her ein wichtiges Tierfutter für den Winter, wenn kein frisches Gras verfügbar ist.
Man kann und sollte Verständnis für diverse Bauern haben, die nicht möchten, dass im Futterheu gespielt wird. Tiere, insbesondere Pferde haben einen empfindlichen Organismus und Heu wird durch das Spiel der Kinder möglicherweise verunreinigt. Deshalb ist das Spielen im Futterheu nicht optimal. Ein verantwortungsbewußter Tierhalter wird so denken und ein verantwortungsvoller Gast wird dafür auch Verständnis haben.
Immer mehr Urlaubsbauernhöfe trennen das Spielheu vom Futterheu und richten in Spielscheunen oder Spielzimmern Heukisten ein. Auf den Fotos zu sehen ist ein Teil der neuen Spielscheune in Gruberhagen. Die Heukiste ist ein Element der Spielscheune, die nach alternativ-pädagogischen Gesichtspunkten individuell eingerichtet wurde. Hier sind alle richtig, die etwas mit sich anzufangen wissen. Kinder können hier ihre Kreativität ausleben und fördern. Bewußt soll damit auch ein Gegenpol gesetzt werden zu Indoor-Spielangeboten, die auf Animation durch elektronische Medien setzen oder die Kreativität der Kinder durch vorgefertigtes Spielzeug wie auch Malbücher blockieren. Bauernhofurlaub ist aus gutem Grund etwas näher an der Natur und findet vielleicht auch deshalb mehr und mehr Freunde.
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